Tipps

V. Sexualität und Zärtlichkeit


Vieles durcheinander

Die Sexualität ist die faszinierende Kraft, die alles schafft und vieles durcheinanderbringt. Sie holt aus dem Alltag heraus, hebt in andere Sphären und lässt wieder zurückfallen. Die grosse Herausforderung: Bei Mann und Frau passt sie immer wieder nicht recht zusammen. Er will mehr, sie will weniger, oder umgekehrt, sie will so, er will anders. Zärtlichkeit und Sexualität werden zu zentralen Themen, meistens. Sie sind Anstoss zum Bleiben und Gehen, zum Nahekommen und zum Konflikt. Das ist normal so, ein Thema bei vielen. Es gibt auch Paare, bei denen Sex nicht so wichtig ist, fast am Rande der Beziehung steht. Auch das ist normal. Nicht alle Menschen sind gleich veranlagt.

Über Sex und die Bedürfnisse sprechen

Es fällt vielen Paaren nicht leicht, ein Gespräch über die eigenen sexuellen Wünsche und Bedürfnisse zu beginnen, Erfahrungen und Erwartungen einander mitzuteilen. Es kann den Einstieg erleichtern, wenn man einen Artikel oder eine aktuelle Begebenheit zum Anlass nehmen kann. Der vierte der Fragebogen auf dieser Homepage kann ein Weg sein, das Gespräch und die richtigen Ausdrücke zu finden.

Kein Mensch kann wissen, was der andere will. Das Gespräch auch zu Zärtlichkeit und Sexualität ist nicht ersetzbar, auch wenn es eine Zeit des Geniessens und Liebens gibt, wortlos und innig.

Art des Gesprächs

Das Thema setzt einen feinfühligen Zugang voraus. Sie werden sich in positiven und respektvollen Begriffen äussern und darauf achten, den Partner/die Partnerin nicht zu verletzen. Versuchen Sie Ihre Änderungswünsche so auszudrücken, dass Sie von positiven Ansätzen ausgehen. Kritische Bemerkungen sollten Sie vermeiden. Drücken Sie aus, was Sie besonders geniessen und schätzen.

Unterschiede akzeptieren

Es hilft Ihnen, wenn Sie im Gespräch mit dem Partner/der Partnerin herausfinden, wie ausgeprägt die sexuellen Bedürfnisse und die sonstigen Bedürfnisse nach Zärtlichkeit sind. Versuchen Sie genau hinzuhören, was der Partner/die Partnerin "durch die Blumen" eigentlich sagen will und fragen Sie nach, um zu klären. Unterschiede haben nichts mit einem Mangel an Liebe zu tun. Wenn ein Partner keine Lust auf Sex hat, ist dies noch kein Grund, an dessen Zuneigung zu zweifeln. Grenzen des Partners/der Partnerin sind unbedingt zu respektieren.

Partnerschaft und Sexualität verlaufen nicht immer parallel. Es kann gute Beziehungen geben mit wenig Sex, es kann guten Sex geben in sonst unbefriedigenden Beziehungen. Oftmals sind die beiden aber auch sehr eng voneinander abhängig. Es gibt auch hier keine Regel. Zudem entwickeln sich Partnerschaften in Phasen. Das gilt auch von der Sexualität. Zeiten intensiver Aktivität können Phasen von mehr Distanz und Ruhe weichen - und umgekehrt.

Nehmen Sie sich Zeit für die Gestaltung von Sex

Nehmen Sie sich Zeit für Zärtlichkeit und Sexualität, deren Gestaltung und Pflege. Variationen sind gerade da wichtig, soll der Sex nicht langweilig und gewöhnlich werden. Manchmal mag ein Quicky richtig sein, andere Male geniessen Sie Sex in ausgedehnter Form. Richtig ist, was beiden zusammen gefällt.

Sex muss nicht sportlich "verbissen" sein

Das sei mit einem Witzchen dokumentiert:

Die Neuvermählten sind in der Geburtsstadt Shakespeares eingetroffen. Im Hotel sind alle Zimmer nach den Werken des grossen Dramatikers benannt. Der Empfangschef schaut auf seinen Plan und meint: "Wir haben noch die Zimmer 'Ein Sommernachtstraum' und 'Der Widerspenstigen Zähmung' frei." Mit einem Seitenblick auf ihren Gatten sagt die Ehefrau: "Wenn's noch frei ist, können Sie uns das Zimmer 'Viel Lärm um nichts' geben?"

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