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Gingo biloba*

Dieses Baums Blatt der von Osten meinem Garten anvertraut Gibt geheimen Sinn zu kosten

Wie s den Wissenden erbaut. Ist es Ein lebendig Wesen Das sich in sich selbst getrennt? Sind es zwei, die sich erlesen

Dass man sie als Eines kennt? Solche Fragen zu erwidern, Fand ich wohl den rechten Sinn; Fühlst du nicht an meinen Liedern, Dass ich Eins und doppelt bin ?

*Das Gedicht stammt aus: Johann Wolfgang Goethe, West-östlicher Divan, Hrsg. H.-J. Weitz, Insel Taschenbuch 75, vierte Auflage, 1981. Das Gedicht ist im Herbst 1815 entstanden.

Eines der wohl schönsten Gedichte innerhalb der grossen lyrischen Sammlung des "West-östlichen Divan", 1819 erschienen. Hauptthema des Zyklus ist das Liebesmotiv.

Wie ein Fächer ist das faszinierende, fremd-vertraute Blatt des ostasiatischen Ginko-Baumes gebildet. Feingliedrig und in der Mitte gespalten, ruft es den Eindruck von Zweien in Einem hervor. Oder stellt es die Einheit in der Zweiheit dar ? Durch seine aussergewöhnliche Form wurde es zum Symbol für ein Urerlebnis Goethes, für die potenzierende Kraft der Liebe, für das "Zugleich-eins-und-doppelt-Sein".

Für mich ist das Blatt besonders kostbar, weil ein Ginkobaum in unserem Garten steht, einer der ganz seltenen Bäume dieser Art. Er erinnert uns auch an unsere Jahre in Japan. In Hiroshima und Nagasaki soll er nach dem Abwurf der Atombomben als erster Baum wieder ausgeschlagen haben. So wird er zu einem vielfältigen Symbol der Liebe, der Partnerschaft und der Überlebenskraft.


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